20 % auf alles

27. Mai 2009

Sonntag, 16.14
Pasta Stromboli auf dem Flughafen von Newark. Verwandte von R. Pappik. Großes Hallo, Austausch von Kochrezepten, 20% auf alles außer Tiernahrung. Kaum Zeit, das auszunutzen!
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Was die Leute hier können, hat er ihnen beigebracht. Was sie nicht können, auch.

Das angesagte Ding, wenn man in die andere Richtung fliegt

27. Mai 2009

Sonntag, 5.00
Früh aufstehen ist das angesagte Ding, wenn man in die andere Richtung fliegt, also gegen die Uhr gewissermaßen. Ab jetzt läuft das gleiche Programm wie am Montag, nur eben rückwärts, das steht schon mal fest.
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Flughafen Nashville, Gate A8: Wo man einmal rauskam, muß man jetzt wieder rein.

Noch einige Fakten über Nashville (vom Hörensagen und aus eigener Erfahrung)

25. Mai 2009

Samstag, 15.56
Im 19. Jahrhundert hatten sie in Nashville ein Vaudeville-Zelt. Dadurch kam es zur Ansiedlung vieler Musiker, denn hier gab es für sie Arbeit. Aber das galt damals nur für weiße Musiker, schwarze Musik hat hier nicht stattgefunden. Lange durfte hier auch kein Schlagzeug gespielt werden, weil das mit schwarzer Musik assoziiert wurde. Johnny Cash soll deshalb die Sache mit der Dollarnote zwischen den Seiten erfunden haben, eine Dämpf- und Perkussionstechnik, die David Young später mit Klopapier zur sogenannten „Bogocaster“ (wg. „Bog Paper“) seitwärtsentwickelte. Heute gibt es hier immer noch viele Musiker, außerdem viele Studios und viele Plattenfirmen. In den Blackbird Studios gibt es ein Heißgetränk namens Chamomile Mint. Das ist lecker und tut nicht weh, wenn man es vorsichtig trinkt.
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Chamomile-Mint-Teebeutel bei der Arbeit.

Integration vs. Assimilierung

25. Mai 2009

Samstag, 6.39
Erst jetzt aufgewacht. Gleich Fair Trade gemacht und frühsportmäßig zur Lobby runtergeguckt. HH abgereist. Jetlag verschwunden. Ist das jetzt Integration oder Assimilierung? Auch irgendwie tragisch: Morgen geht’s heim, dann geht das Jetlag-Ding volle Pulle von vorne los.
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Lobby ohne Hamburg-Heiner: Bei Starbucks flaggen sie auf Halbmast.
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Flamingo in Nashville: Integriert oder assimiliert?

Weihnachten schöner als Ostern

25. Mai 2009

Freitag, 22.10
Im Foyer des Sheraton Nashville Downtown Hotels kommt es zum Showdown. Hamburg-Heiner und sein neuer Praktikant Kevin nehmen mich, als ich aus dem Durchgang zur Parkgarage in die Hotellobby komme, zwischen sich und geleiten mich zur Sitzgruppe an der Hotelbibliothek gegenüber vom Hotelstarbucks. Kevin holt Starbucks Fair Trade Decaf für alle.

Sven: Sieht so Freundschaft aus, Hamburg?
HH: Was soll ich machen? Du gehst ja nicht ans Telefon!
Sven (holt sein Telefon raus): Tja, das muß irgendwie kaputt sein. (Schaltet die Fotofunktion ein.) Was kann das nur sein…
HH: Keine Fotos! Höchstens von den Büchern.
Sven (macht, um HH nicht zu reizen, ein Bücherfoto): Wollte ich sowieso nur. Aber seit du bei der BW bist, ist unsere Freundschaft nicht mehr, was sie mal war.
HH: Was vielleicht auch besser so ist. Können wir anfangen?
Kevin (kommt mit drei Kaffeebechern zurück): Ich habe für mich einen Decaf Bongo Blend Africa Kitamu Java genommen.
HH: Sehr interessant, Kevin. Und jetzt geh den Kaktus gießen!
Sven: Habt ihr den Kaktus dabei?
HH: Ja. Fangen wir an: Southern Bell – das ist Quatsch, das Batman-Gebäude war früher nicht von Southern Bell sondern von Bell South.
Sven: Southern Bell ist aber schöner.
HH: Na und? Weihnachten ist auch schöner als Ostern, aber sag das mal dem Osterhasen!
Sven: Den gibt’s nicht.
HH: Southern Bell auch nicht.
Sven: Okay, noch was?
HH: Der ganze Kram über Nashville, die Wirtschaft und so, das ist doch nur Hörensagen!
Sven: Hat Roger mir erzählt! Das ist 1a Oral History bzw. Subjective Oral Modern Urban Legend oder so.
HH: Das klingt irgendwie nach Starbucks, wie du das sagst.
Sven: Ich finde, das klingt eher nach Pfeifentabak.
HH: Hättest du das nicht wenigstens, wie jeder anständige Blogger, bei Wikipedia verifizieren können?
Sven: Ich hab das alles morgens zwischen 2 und 6 geschrieben, da hatte ich kein Internet, das stellen die hier nachts irgendwie ab oder so. Außerdem ist Wikipedia out. Das glaubt doch kein Mensch, was da drin steht.
HH: Ich glaub das immer.
Sven: Wer ist schon wie du?
HH: Auch wieder wahr!

Und so weiter. Es wurde dann noch ein richtig schöner Abend!
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Ein Buch aus der Hotelbibliothek: Wikipedia kann einpacken!

Die Open-Air-Lounge von Studio B ist kein Zen-Garten

25. Mai 2009

Beim Studiotelefon glühen die Drähte. Alle 2 Minuten kommt jemand vom Studio rein und fragt, ob ich nicht doch da wäre. Sie haben Angst, daß Blogwatch die schnelle Eingreiftruppe schickt, denn sie können ja nicht ahnen, daß Hamburg-Heiner wegen einer alten Geschichte, die zu erzählen jetzt zu weit führen würde (es ging um Britney Spears, einen Blog mit Kochrezepten und 2 Pfund Butter), von seinen amerikanischen Kollegen keine Amtshilfe erwarten kann. Trotzdem will ich die netten Leute hier nicht zum Lügen zwingen, deshalb verstecke ich mich in der Open-Air-Lounge von Studio B.
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Blick aus der Open-Air-Lounge von Blackbird Studio B: HH-freie Zone!

Warten auf den nächsten Move

25. Mai 2009

Freitag, 17.39
Hamburg-Heiner entschwindet in einer Wolke qualmenden Gummis, bevor ich ihn fragen kann, wie mein Fall bei Blogwatch steht und ob ich weitermachen darf oder was nun und überhaupt, aber so läuft das wohl nicht mit ihm. Mit mir aber auch nicht. Ich stelle das Handy auf Flugmodus. Mal sehen, wie sein nächstert Move aussieht.
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Handy auf Flugmodus: Alle Schotten dicht!

Afficionado Time Down South

24. Mai 2009

Freitag, 17.34
Große Aufregung vor dem Studio, wo Hamburg-Heiner mit einem roten Auto vorfährt und einen 1a-Reifenburnout vorführt. Die sollen mit dem Vintage-Car-Quatsch ruhig so weitermachen, irgendwann dreht sich der Wind, und der Ford Taurus ist plötzlich wieder cool.
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Hamburg-Heiner (im Auto sitzend), Pappik-Richard: Vintage-Car-Afficionados im Glück! Noch!
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Bald wieder cool: weißer Ford Taurus, Bj. 2008.

Der Remix ist des Mixes Feind

24. Mai 2009

Freitag, 17.15
Langsam enspannt sich alles im Studio, die Mixe sind gut, aber das Bessere ist der Feind des Guten, und deshalb gibt es eine schöne Runde Remixe für alle. Und dann sind da noch die Bonustracks. Aber Entspannung: Die Blicke lösen sich vom schiffsgleich beplankten Fußboden und beginnen durch den Raum zu schweifen.
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Skeptischer Blick nach oben. So also sieht es hier aus.
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Schau mal, der Bildschirm da!

In Hillsboro Village läuten die Alarmglocken

23. Mai 2009

Freitag, 10.28
Frühstück in Hillsboro Village. Dave kommt vorbei, er wohnt hier in der Nähe bei seinem alten Kumpel Robin und seinem riesigen Magnolienbaum. Als ich frage, ob einer von ihnen Hamburg-Heiner gesehen hat, sagen sie lachend, nein, da wäre nichts, ich solle mir keine Sorgen machen.
Sven: Wie meint ihr das? Wieso Sorgen?
Jakob: Eben gerade nicht!
Richard: Reg dich nicht auf.
Dave: Blüten hat der Baum, so groß wie Fußbälle.
Sven: Wie kommt ihr denn darauf, daß ich mir Sorgen machen könnte.
Jakob: Brauchst du nicht.
Richard: Reg dich bitte nicht auf, das bringt doch nichts!
Dave: Solche Blüten! Wie Fußbälle.
Was wissen die? Was haben die vor?
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David Young: Blüten wie Fußbälle
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Richard Pappik: Keine Aufregung bitte!
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Jakob Friderichs: Mach dir keine Sorgen, Sven!