Für eine Handvoll Dollars

19. Mai 2009

Montag, 13.10
Erste Konsumationen auf amerikanischem Boden. Jakob: Hotdog. Sven: Erdbeereis. Richard: Caffè Macchiato, Grappa, Amaretto, Spumante, Krakauer. Die Lage beruhigt sich.
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Essensfotografie soll in diesem Blog eine große Rolle spielen.

Neuer Kontinent, neues Glück

19. Mai 2009

Montag, 12.50
In Newark angekommen. Die Nerven sind etwas dünn.
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Der Herr links bedankt sich beim Herren rechts für die schönen gemeinsamen Jahre.

Am Funkturm brennt noch Licht

19. Mai 2009

Montag, 12.30 Ostküstenzeit
Wir fliegen seit 20 Minuten auf 2000 Meter Höhe. Alle sind kreidebleich, weil das die Wolkenhöhe ist und es die ganze Zeit schaukelt wie früher im Luftkorridor nach Westberlin. Jakob sagt, jetzt könne sich auch mal ein anderer kümmern und schläft ein. Das ist der Geist einer Stadt, die sich nicht unterkriegen läßt.
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Perfekter traumloser Schlaf eines Westberliners auf 2000 Meter Höhe!

Die Continental legt den Turbo ein.

19. Mai 2009

Montag, 18.03
Turbulenzen. Muß mich auch konzentrieren. Überhaupt alle. Nur Richard Pappik schaut lieber Kieslowski-Filme im Original. Diese Italiener!
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Für R. Pappik ist schon Licht am Ende des Tunnels!

Gut, daß Jakob dabei ist

19. Mai 2009

Montag, 17.57 Uhr
Die Sache zieht sich hin. Die Uhrzeit stimmt auch nicht mehr. Hier wird im Schnitt alle 90 Minuten eine Zeitzone überquert, da kommt man durcheinander. Würde mich gern mit Jakob darüber unterhalten, aber der muß sich konzentrieren, „daß das Ding nicht auf den letzten Drücker noch abschmiert“.
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Durchhalten, Jakob!

Cinéastes au dessus des nuages

19. Mai 2009

Montag, 16.20 Uhr
Das Filmprogramm ist vielfältig, die Geschmäcker sind verschieden: Jakob: Liebe ist kälter als der Tod und Une femme est une femme, Richard Pappik: La Dolce Vita und Drei Farben: blau, Sven: Sieben Zwerge II: Der Wald ist nicht genug (2x).
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Das Getränk zum Film. Kann in Flugzeugen auch zur Bestimmung des Neigungswinkels eingesetzt werden.

München doppelt so gefährlich!

19. Mai 2009

Montag, 12.30 Uhr
Kurz hinter, aber auch ein ganzes Stück über Irland, Flughöhe: 10900 Meter. Man denkt, das ist viel, ist aber im Verhältnis zum Erdumfang bzw. dann auch zum Erddurchmesser (= Umfang/Π) nur ein Pups bzw. zu letzterem ein Tausendstel. Und das sind genau die Quatschkopfüberlegungen, die man von einem Reiseblog erwartet. Und wenn die Erde ein Apfel wär, wären wir gerade mal einen Zehntelmillimeter davon entfernt. Das Flugzeug dann aber auch nur so groß wie ein Schweinegrippenvirus. Jakob hat gesagt, in Nashville sei der 1. Fall von Schweinegrippe aufgetreten. Richard gab zu bedenken, München (er sagte natürlich: Monaco) sei da aber gefährlicher (molto più pericoloso), da gebe es schon zwei.
Da sind ich aber froh, daß Roger nicht der Harold Faltermeyer ist!
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Kurz hinter Irland: Schweinegrippe adé!

Das geht ja gut los

19. Mai 2009

Montag, 9.10 Uhr, Tegel
Kaum sind wir am Flughafen, schon lädt uns Richard Pappik, der ja nicht nur wie ein italienischer Restaurantbesitzer aussieht, sondern in Wirklichkeit auch einer ist (Richard Pappik ist nur ein Künstlername, eigentlich heißt er Ricardo Sprezzatura da Montecassino), in seine kleine „Cantina Mortale“, wie er sie nennt, an bzw. in bzw. hinter Gate 5 ein. High Five (man beachte das Wortspiel!) mit den Angestellten Cremona und Fausto jenseits der Sicherheitskontrolle, und dann das ganze Programm: Focaccia, Panino, Spremuta, Cappuccino, außerdem Espresso, Pizza und „una piccola specialità dalla Casa Pappik“, wie Fausto (alias Marek) es nennt: sauer eingelegte Fischstückchen mit Gurke, gerollt. Richard oder Ricci, manchmal auch Ryzsard, wie sie ihn hier nennen, hat seine ganzen Ersparnisse in dieses gastronomische Unternehmen gesteckt, außerdem noch die von 200 Verwandten, die rund um die Welt verstreut sind und sich einmal im Jahr zu einer Aktionärsversammlung in Gdingen treffen wie früher die Beck’s-Familie in Bremen. Cremona (Elzbietta) verteilt noch kleine Fläschchen mit Campari, Averna und Danziger Goldwasser, bevor es auch schon an Bord geht. Jakob und ich sind uns einig: Richard (erst seit 1986 dabei) hat sich seinen Platz in der Band redlich verdient!

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Ein Padrone und seine treuen Angestellten. Abends dürfen sie kurz mal raus aus Gate 5.

Der Reiseneurotiker ist strukturell ein armer Willi

18. Mai 2009

Berlin, 6.02 Uhr

Muß morgen ganz früh raus. Wie oft habe ich den Satz gestern gesagt? Wer hat sich diesen unendlich langweiligen Stuß von einem Satz alles anhören müssen? Muß morgen ganz früh raus. Um dann viel früher aufzustehen, als nötig. Der Reiseneurotiker ist strukturell ein armer Willi und kennt keine Scham.
Alle alten Restaurantquittungen aus dem Portemonnaie entfernt. Gehe jetzt ans Synchronisieren aller Computer, Telefone und Einkaufszettel. Songtexte, Studioadressen und der ganze andere Datenmüll werden ausgedruckt, falls das alles mal zusammenbricht wegen verspätetem Milleniumsbug oder Conficker-Virus oder was weiß ich denn. Dem Reiseneurotiker ist ja auch nichts zu blöd. Schnell noch auf dem Globus nachgeguckt, wo Nashville liegt. Falls der Pilot fragt. Bei Cincinnati dann so schräg links abbiegen, werde ich lässig sagen, und dann schon mal mit dem Sinkflug anfangen.
Ist ein kleiner Globus. Wieso ist da Nashville drauf, aber Memphis nicht?
Das geht ja gut los!

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Nashville drauf, Memphis nicht. Wenn das der King wüßte!

Test #3 – The Endless Stream of Laber

14. Mai 2009

Den das ist ja das Schönste an diesen Testtexten oder Texttesten, das man sich bei ihnen, i. e. denen überhaupt noch nicht an irgendwas halten muß, kein Wort über Nashville, Flugzeug, Reisen usw. verlieren muß, man stattdessen einfach herum- und draufloslabern bzw. -tippen kann, daß es nur so scheppert. Und die Bilder können ganz und gar auf gar nichts verweisen, sie müssen nicht einmal irgendwas zeigen, nur sein müssen sie, stark.

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Ein schiefes Foto vom Kölner Dom. Aus dem Hotel Hopper St. Antonius fotografiert. Wer braucht denn sowas? Keiner? Eben!