Weihnachten schöner als Ostern
Freitag, 22.10
Im Foyer des Sheraton Nashville Downtown Hotels kommt es zum Showdown. Hamburg-Heiner und sein neuer Praktikant Kevin nehmen mich, als ich aus dem Durchgang zur Parkgarage in die Hotellobby komme, zwischen sich und geleiten mich zur Sitzgruppe an der Hotelbibliothek gegenüber vom Hotelstarbucks. Kevin holt Starbucks Fair Trade Decaf für alle.
Sven: Sieht so Freundschaft aus, Hamburg?
HH: Was soll ich machen? Du gehst ja nicht ans Telefon!
Sven (holt sein Telefon raus): Tja, das muß irgendwie kaputt sein. (Schaltet die Fotofunktion ein.) Was kann das nur sein…
HH: Keine Fotos! Höchstens von den Büchern.
Sven (macht, um HH nicht zu reizen, ein Bücherfoto): Wollte ich sowieso nur. Aber seit du bei der BW bist, ist unsere Freundschaft nicht mehr, was sie mal war.
HH: Was vielleicht auch besser so ist. Können wir anfangen?
Kevin (kommt mit drei Kaffeebechern zurück): Ich habe für mich einen Decaf Bongo Blend Africa Kitamu Java genommen.
HH: Sehr interessant, Kevin. Und jetzt geh den Kaktus gießen!
Sven: Habt ihr den Kaktus dabei?
HH: Ja. Fangen wir an: Southern Bell – das ist Quatsch, das Batman-Gebäude war früher nicht von Southern Bell sondern von Bell South.
Sven: Southern Bell ist aber schöner.
HH: Na und? Weihnachten ist auch schöner als Ostern, aber sag das mal dem Osterhasen!
Sven: Den gibt’s nicht.
HH: Southern Bell auch nicht.
Sven: Okay, noch was?
HH: Der ganze Kram über Nashville, die Wirtschaft und so, das ist doch nur Hörensagen!
Sven: Hat Roger mir erzählt! Das ist 1a Oral History bzw. Subjective Oral Modern Urban Legend oder so.
HH: Das klingt irgendwie nach Starbucks, wie du das sagst.
Sven: Ich finde, das klingt eher nach Pfeifentabak.
HH: Hättest du das nicht wenigstens, wie jeder anständige Blogger, bei Wikipedia verifizieren können?
Sven: Ich hab das alles morgens zwischen 2 und 6 geschrieben, da hatte ich kein Internet, das stellen die hier nachts irgendwie ab oder so. Außerdem ist Wikipedia out. Das glaubt doch kein Mensch, was da drin steht.
HH: Ich glaub das immer.
Sven: Wer ist schon wie du?
HH: Auch wieder wahr!
Und so weiter. Es wurde dann noch ein richtig schöner Abend!
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Ein Buch aus der Hotelbibliothek: Wikipedia kann einpacken!
Am 25. Mai 2009 um 10:37 Uhr
Ah, jetzt gehen die Kommentare. Stark!
Am 27. März 2011 um 14:58 Uhr
Aber irgendjemand scheint die ja dann immer gleich wieder zu löschen. Sonst wären doch hier schon ein paar hundert.
Warum werde ich übrigens rechts oben geduzt (“Du durchsuchst derzeit…”)? Ist das wie bei Ikea? Wo man ja aus dem schriftlichen Duzen auch nicht folgern sollte, dass man sich mündlich, zum Beispiel beim Beratungsgespräch über Küchenelemente, weiterduzen würde.
Am 27. März 2011 um 15:19 Uhr
Und übrigens, was Numero-Grammatisches:
Ist ja stark, dass in der orangenen Zeile aus ’1 Kommentar’, wenn man noch einen schreibt, ’2 Kommentare’ werden, das e kriegt der Blogger sozusagen als Belohnung für sein dialogisches Verhalten.
Aber 0 ist, so komisch es klingt, auch Plural! ‘Kein Kommentar’ wäre Singular, das wäre richtig. Aber wenn nicht einfach gar kein Kommentar geplant ist, sondern die orangene Zeile noch auf einen wartet, muss es, solange sie wartet, ’0 Kommentare’ heißen. Der erste Kommentator macht dann einen realen Singular aus dem potentiellen Plural, der zieht dann natürlich irgendwie erstmal so ein Ego-Ding durch.